Gebet als Selbstgespräch

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Ein besonderes Buch in einem außergewöhnlichen Format:

Selbstfindung und Gottfindung zugleich?

Christliche und buddhistische Tradition inspirieren sich gegenseitig zu einem neuen spirituellen Weg.
Das sich vertiefende wortlose Gebet und das Üben mit einem Koan können ein Weg zu „Gott in mir“ sein. Dabei geht es um nichts weniger, als um geglücktes Mensch-Sein.

Der Autor P. Johannes Kopp SAC war Pallottiner-Pater und Zen-Meister.

Dieses Buch ist hier auch als eBook erhältlich.

 

Zusätzliche Information

ISBN

978-3-87614-028-5

Seitenanzahl

110 Seiten

Auflage

1. Auflage

Sprache

deutsch

Erscheinungsdatum

Januar 2016

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Johannes Kopp SAC

ZEN Kontemplation Essen

Copyright Foto Rainer Schmidt

P. JOHANNES KOPP SAC – Pallottiner-Pater und Zen-Meister

Der Pallottinerpater Johannes Kopp SAC (1927-2016), wurde 1963 zum Priester geweiht und gehörte zur ersten Generation der christlichen Zen-Lehrer um den Japan-Missionar P. Hugo Enomya-Lassalle SJ.

Nach der Volksschule begann er eine Lehre als Vermessungstechniker, wurde 1944 noch für ein Jahr zum Militär eingezogen und absolvierte nach dem Krieg eine Ausbildung zum Schauspieler. Die Kiegserlebnisse motivierten ihn, nach einem neuen, dem Frieden dienenden menschlichen Bewusstsein zu suchen. So kam er zu den Pallottinern, holte sein Abitur nach und wurde Priester.  1972 ging er im Auftrag der Pallottiner und des Bistums Essen nach Japan, um sich „in Sachen Meditation“ kundig zu machen. Nach mehreren Japan-Aufenthalten erlangte er 1985 durch Yamada Kôun Roshi in Kamakura, Japan, die Lehrbefähigung. 2006 ernannte ihn der heutige Leiter von Sanbo-Zen, Yamada Ryôun Roshi, zum Zen-Meister. Die Begegnung von Zen-Buddhismus und Christentum sah Pater Johannes Kopp stets als Forderung und Inspiration für die Suche nach dem Gemeinsamen, dem kostbaren „Potenzial der Weltreligionen für den Frieden in der Welt“.

LEBEN AUS DER MITTE heißt das von P. Johannes im Jahre 1973 begonnene und seit 2014 von P. Paul Rheinbay SAC weiter geführte Programm der Zen-Kontemplation im Bistum Essen.
Die Zen-Kontemplation kann für Christen zu einem Weg der Glaubenserfahrung werden. Sie verbindet in der Erfahrung der Einheit, die jede Fremdheit auflöst, und in einem neuen Bewusstsein, zu einem verantwortlichen Leben in Zuversicht.
www.zen-kontemplation.de

 

96 Seiten

gebunden, Hardcover mit Schutzumschlag und rotem Lesebändchen

Format: 22 x 26 cm (Umschlag 22,5 x 26,6 cm)

Erscheinungstermin: 11.01.2016

Dieses Buch ist das erste Werk einer neuen Reihe pallottinischer Literatur.
Getragen von den Ideen des Visionärs und Mystikers Vinzenz Pallotti,
kommen Autorinnen und Autoren zu Wort, die – wie einst der Heilige –
Antworten geben, auf die drängenden Fragen unserer Zeit.

„Pallotti goes Premium“: Mit dieser Reihe bringt der Pallotti Verlag optisch
wie auch haptisch besonders ansprechende Bücher auf den Markt, die mit
ihrem außergewöhnlichen, schlichten Design, dem besonderen Papier und
rotem Lesebändchen dem Auge wie auch der Hand schmeicheln.

Natürlich sind die Inhalte – wie üblich – auch im eBook-Format erhältlich.

 

Der Zen-Weg – ein Weg der Glaubenserfahrung

LEBEN AUS DER MITTE

Zen-Kontemplation im Bistum Essen
– ein Programm der Integration des Zen-Weges in das christliche Leben

In den letzten vierzig Jahren hat sich ein Weg eröffnet – als immer deutlichere Einladung zur Verwirklichung des Menschseins, in dem die Geheimniswirklichkeit, in der wir leben uns bewegen und sind, erfahrbar wird.

Es ist ein Weg der Entmachtung und der Ermächtigung. Entmachtung von Fremdbestimmungen: Der Mensch ist nicht Produkt seiner Umgebung. Sein Selbstbewusstsein gründet nicht in bezahlbarer Leistung und vergänglichen Werten. Ermächtigung der Wesensnatur, des eigentlich Menschlichen: Befreiung und Lösung aus falscher Identifikation mit zeitlichen Scheinwerten. Grundsätzlich ist auf dem Glaubensweg der christlichen Tradition alles vorgegeben, was der Wesensnatur des Menschen entspricht. „In ihm sind alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen.“
Ein christlicher Glaubensweg ist in unserer Zeit nicht selbstverständlich auch schon ein Erfahrungsweg. Aber ohne Erfahrung kann in der heutigen komplexen Welt ein Christ seinen Glauben nicht in ausreichendem Maße als Quell für Bestärkung und Freude am Leben finden. Das Atomzeitalter nötigt die Menschheit zu einer neuen Gemeinsamkeit: Eine neue Gemeinsamkeit erlebt die Menschheit in der Angst vor atomarer Bedrohung, aber auch in der Frage nach dem Eigentlichen des Menschseins in der religiösen Erfahrung, in der der Mensch sich löst von der absoluten Identifikation mit der eng begrenzten zeitlichen Existenz.

In diesen vielen Jahren gehen wir mit der Zen-Kontemplation einen Weg der Glaubenserfahrung. Weltgeschichtlich Neues ist aufgebrochen mit dem Atomzeitalter. Die Atomkatastrophen von Hiroshima und Nagasaki haben in der Zerstörung auch Neues erscheinen lassen in Durchbrüchen auch aus religiösen Grenzen. Das neue Verständnis der Zen-Tradition ist nicht mehr identisch mit buddhistischer Religion. Der Zen-Weg wurde zu einem Weg der Glaubenserfahrung in jeder Religion.
Wer als Christ den Zen-Weg geht, beginnt – jedenfalls nach seiner Möglichkeit – einen Weg seiner eigenen christlichen Glaubenserfahrung. Gott, Christus: nicht eine Wirklichkeit himmelweit von unserem konkreten Menschsein entfernt.
Die unendliche Wirklichkeit ist in uns. Ort der Gottfindung ist unsere eigene Wesensnatur. Selbstfindung und Gottfindung ereignet sich nicht an verschiedenen Orten. Auf dem Zen-Weg wird die Heilige Schrift zu einer Weisung für den Weg der Glaubenserfahrung. So sprechen wir auf dem Weg der Zen-Kontemplation bereits auch von biblischen Koans in Orientierung an unsere eigene Tradition. Dies seit vierzig Jahren nach dem Wort:
„Christus ist in euch, die Hoffnung auf die Herrlichkeit.“ (Kol 1,17)

 

 

Gedanken aus

„Gebet als Selbstgespräch“

 

DER HIMMEL – IN DIR

„… Dieses unendliche Gegenüber ist nicht eine Wirklichkeit irgendwo,
sondern nirgendwo anders als in mir.

„Halt an, wo laufst du hin?
Der Himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo,
du fehlst ihn für und für.“
(Angelus Silesius)

Der Himmel ist nicht eine weit entfernte
und unbekannte Zone des Universums,
er gehört in die Geographie des Herzens
sagte Papst Benedikt.

Um diesem Missverständnis des Begriffs Gegenüber vorzubeugen habe ich ein Wort gefunden,
das diesem Gegenüber seinen Ort gibt, seinen Sitz im Leben: So spreche ich von diesem Gegenüber als einem Inüber.
Das Inüber ist aber auch immer ein Gegenüber dem Erkennen wollenden Verstand. Das Inüber ist vom Verstand nie einholbar. Der Verstand muss aushalten, dass er diese letzte Wirklichkeit nicht erfassen kann, dass diese letzte Wirklichkeit aber alles erfasst. Sie ist Geheimnis. Nur wenn ich dieses Geheimnis in mir anerkenne, kann ich zu mir heim kommen. Das ist der Weg zum Einswerden mit mir selbst. …“

(Seite 7)

 

GOTT EIN- UND AUSATMEN

„… Ich sehe den Zen-Weg als ein Geschenk Gottes an suchende Christen unserer Zeit, als einen Weg, dieses Verborgene ans Licht zu bringen. Zugleich sehe ich die Weise des Zen in der Offenbarung bereits vorgegeben. So höre ich Mose meisterlich diese Weise zu fordern, da er sagt:

„Höre Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du auf-stehst. Du sollst sie als Zeichen um das Handgelenk binden. Sie sollen zum Schmuck auf deiner Stirn werden. Du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und in deine Stadttore schreiben. … nimm dich in acht, dass du nicht den Herrn vergisst“ (Dtn 6,4 – 9.12).

Das ist meisterliche Anweisung für den Vollzug der Übung. Mose sagt auf diese Weise, in der er selbst mit Jahwe lebt. In diesen Worten höre ich wieder die Forderung meines verehrten Zen-Meisters Yamada Kôun Roshi:

„Du musst verwirklichen, dass Jesus Christus in dir ist.“

Ja, die Worte Mose sind mir der Auftrag, die Forderung meines Meisters immer mehr zu meiner Lebensweise werden zu lassen. Der hl. Vinzenz Pallotti hat dies auf den Punkt gebracht in wohl letztmöglicher Vereinfachung:

„Wir müssen Gott einatmen und Gott ausatmen.“

(Seite 11)

 

 

GEBET BEWIRKT ETWAS

„… Die Gleichwertigkeit von Gebet und Arbeit ist symbolisiert im Atem. Die Qualität des Einatmens bestimmt die Qualität des Ausatmens. Wenn man vom Atem spricht, dann sind Einatmen und Ausatmen ein Geschehen. Wenn der Rhythmus stimmt, ist der Mensch gesund. Der Mensch im Stress gibt mehr aus, als er einnimmt. Im Ora et Labora gibt der Mensch aus, was er einnimmt. So auch im Zen: Samu und Zazen sind gleichwertig.

Um zu dieser Gleichwertigkeit zu kommen, gibt es ganz neuartige Aufbrüche. Die Zuversicht für die Zukunft der Menschheit ist der Wirklichkeit näher als die Befürchtungen. Jedenfalls steht es jedem Menschen frei, sein Leben so zu gestalten, dass er in sich selbst mehr und mehr den Grund für diese Zuversicht findet und auch selbst Grund für diese Zuversicht gibt. Bin ich eins mit mir, eins in meinem Wahren Wesen, dann finde ich den Grund meiner Zuversicht in mir. „Ich sehe euch in Gott“, sagt der hl. Vinzenz Pallotti, und gleichbedeutend: „Ich sehe Gott in mir.“

Das ist dieses In-Sein, wenn das Ich entschwindet im Nichts und Gott alles in allem wird. Von dieser Menschenmöglichkeit sagt Paulus: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung“ (2 Kor 5,17).

So IN sein, das ist der vollkommene Zusammenfall von Sein in Gott und Sein in sich selbst, ganz und vollkommen da.Das gibt Verständnis für die kühne Aussage vom „Gebet als Selbstgespräch“. Jedes Gebet bewirkt Beziehung zu sich selbst. …“

(Seite 40)

 

 

 

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Was bedeutet kontemplativ?

„kontemplativ, kontemplative Meditation, kontemplatives Gebet, kontemplatives Beten“

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „beschaulich“ oder „in sich gekehrt“.
Im Zusammenhang mit Gebet oder Meditation bedeutet es, dass der Beter oder die Beterin
sich auf etwas Geistiges oder Geistliches konzentriert. Bei der christlichen Kontemplation
kann eine meditative Versenkung, eine Fokussierung auf oder „in“ Gott gemeint sein.

„kontemplatives Leben, kontemplative Lebensweise“

Dieses „stete Hören auf Gott“, kann als mystischer Weg innerhalb der Religionen verstanden werden.
Auch im Christentum gibt es hier eine lange, wenn auch nicht unumstrittene Tradition. Besonders
christliche Mystiker haben das Gebet als Kontemplation praktiziert.

weitere Informationen: www.zen-kontemplation.de

„kontemplative Exerzitien“

Die Pallottiner bieten regelmäßig kontemplative Exerzitien an. Die sog. Pallottinischen Exerzitien
sind Schweigeexerzitien mit geistlicher Begleitung und Impulsen aus der Spiritualität Vinzenz Pallottis.

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Was bedeutet eigentlich Kontemplation?


„Aber der eigentliche Gebetszustand, den die Kirche Kontemplation nennt,
ist der Gnadenweg,
in dem der Mensch nicht mehr auf Bilder oder Gedanken achtet,
sondern auf Gott selbst.“

Pater Franz Jalics SJ
aus: Lernen wir beten, echter, S. 106


Copyright Zen-Kontemplation, Essen, Fotos Rainer Schmidt